Seitdem haben 3GPP und ETSI eine fortschrittliche Telefonie-Architektur definiert, die IMS (IP Multimedia Subsystem) genannt wird und eine alternativlose Zukunftssicherheit für verschiedene Arten von Netzwerkzugängen bietet: 4G und 5G in Mobilfunknetzen, aber auch für feste Breitbandnetze wie Kabel-, VDSL- und Glasfasernetze.
In der IMS-Architektur werden mehrere Schichten identifiziert und klar getrennt: Medien und Steuerung, aber auch Anwendungen und Dienste.
Der SBC, das Kernnetzwerk und die Medienschichten sind für die Kontrolle des Anrufs verantwortlich und implementieren mehrere Sicherheitsstufen (IPv4/IPv6 Interworking, Teilnehmerauthentifizierung) während die Anwendungsserver (AS) Dienste jeglicher Art bereitstellen.
Ein weiterer positiver Effekt ist der leicht zu implementierende Einsatz von Überwachungssystemen (Lawful Interception), die von der Bundesnetzagentur (BNetzA) im Rahmen der TR TKÜ-Verordnung vorgegeben wird. Dort heißt es, dass die alternativen Carrier bei bestimmten Teilnehmergrößen (in Abhängigkeit der Dienste E-Mail, Sprache, Fax, Mobilfunk etc.) ein solches Überwachungssystem bereit stellen müssen, um aufkommende Anfragen von Justizbehörden bedienen zu können.